
liegt hinter mir! Andi von Leinenglück hat mich besucht. Diese beiden wunderschönen Arbeiten wollte ich unbedingt in natura sehen -und nun auch behalten. Frau Leinenglück erreicht mich sehr mit diesen zarten Arbeiten die sich noch dazu wundervoll anfühlen.
Nun sind es schon viele Monate wo wir uns sporadisch schreiben und jetzt endlich kam es zu einem persönlichen Treffen. Ein wenig aufgeregt waren wir wohl beide. Es doch ein bisschen wie Blind Date. Ich kann sagen dass sich mein inneres Bild auf das angenehmste bestätigt hat. Egal wie lange man sich schreibt und wie persönlich virtuelle Nachrichten sind nie ersetzen sie für mich den Wert einer Umarmung, den Blick in die Augen des anderen, das persönliche Gespräch und ein gemeinsames Lachen. Viele Möglichkeiten legt und schiebt die virtuelle Welt an, schafft das Feststellen von Schnittmengen und Begegnungen, doch erst in dem Moment wo die Dinge sich analog erfüllen schießt die zwischenmenschliche Option auf eine andere Ebene und es entsteht eine andere Nähe. Ich freu mich sehr und bedanke mich für diesen erfüllenden Tag!
Sophia Wagner am 30. September 2011 in Allgemein

Heute habe ich im Kindergarten mit den Kindern Michaeliwecken und zwei Brote in Form von großen Schwertern gebacken. Dinkelmehl, Habermus, Honig und Hefe ergaben einen fein duftenden Teig. Das gemeinsame Frühstück hat mich sehr erfreut und Jona war seelig mich mit in seiner Gruppe zu wissen.
O unbesiegter Gottesheld, Sankt Michael! Komm’ uns zur Hilf, zieh’ mit ins Feld, hilf uns hier kämpfen, die Feinde dämpfen, Sankt Michael! Den Drachen Du bezwungen hast, Sankt Michael, und unter Deinen Fuß gefaßt, hilf uns hier kämpfen die Feinde dämpfen Sankt Michael. Groß ist dein’ Macht, groß ist dein Heer, Sankt Michael! Groß auf dem Land, groß auf dem Meer! Hilf uns hier kämpfen, die Feinde dämpfen, Sankt Michael. Dieses Lied begleitet mich seit Kindertagen. In der Monatsfeier (damals wirklich noch annähernd monatlich) sagen alle gemeinsam dieses Lied. Wenn die Stelle kam …hilf uns hier kämpfen die Feinde dämpfen… bebte der große Saal. Schwingungsdurchströmt nahmen wir das Bild vom Sankt Michael mit in diese Jahreszeit. Inzwischen gibt es eine neuere Melodie und ich muß gut zuhören um auch diese Variante zu verinnerlichen.
Sophia Wagner am 29. September 2011 in Art zu leben

Bunt gefärbte Blätter verteilt der Wind in unserem Garten. Mein Judasbaum verschenkt seine herziges Blattwerk. Aus der Fülle gebend, restlos.
Die letzte Woche war vielseitig und erfüllt. Den Freitagnachmittag verbrachten wir mit einem sehr netten Fotografen des Landlust Magazins. Zwei von drei Themen haben wir geschafft, das dritte folgt dann im neuen Jahr. Es wird lange dauern bis davon etwas zu sehen ist. Das Magazin arbeitet mit reichlich Vorlauf.
Gestern verbrachte ein Teil der Familie den ganzen Tag bei einem Voltigiertunier wo Marie sich über den dritten Platz freuen konnte. Dieses zarte Mädchen tunend auf stattlichen, großen Pferden zu sehen ist immer wieder aufregend für mich.
In dieser Woche startet meine ehrenamtliche Projektarbeit im Kindergarten. Einen Tag im Monat unterstütz ich das Kindergartenteam bei der Umsetzung praktischer Arbeiten. Am Donnerstag ist Michaeli. Wir werden Korn mahlen und ein großes Schwert für das gemeinsame Frühstück backen. Kleine Schwerter werden mit den Kindern nach Hause gehen.
Geduldig warten Wünsche und Bestellungen auf mich und so mach ich mich nun rasch ans Werk und wünsche Euch allen eine Woche voller goldenem Herbstlicht und friedlichen Nischen dieses zu genießen.
Sophia Wagner am 26. September 2011 in Allgemein




Selten dient ein Kleidungsstück allen Momenten des Lebens; Einmal wählen wir einen wasserfesten Mantel weil es draußen stürmt und regnet. Daunen schützen vor Frost. Mit einem Badeanzug springen wir ins kühle Nass. Abgetragene Kleidung glänzt bei der Gartenarbeit. Wir haben feine Bekleidung, vorbehalten dem besonderen Anlass. Lederkleidung schützt den Motorradfahrer. Viele Berufe erkennen wir sofort an ihrer Uniform. Rettungsleute tragen Signalkleidung. Nach langen Tagen spülen wir den Tag herunter und wählen dann unsere kuscheligsten Wohlfühlklamotten aus. Das weiße Kleid begleitet die Braut nur einmalig wenige Stunden im Leben (im Idealfall). Wir haben unseren eigenen Ausdruck in dem was uns hüllt, schmückt, vor Kälte und Nässe schützt. Selten wollen wir in der Haut des anderen sein, nie erleben wir „in den Schuhen des Anderen“ zu stecken.
Diese Filzschuhe sind für die Momente gemacht wo wir uns ganz bewusst um die eigenen Fußstapfen kümmern, hineinspüren was wir wollen, wie wir es wollen. Sich orientiered, das Segel ausrichted, dem Lebensweg folgend. Es ist gut zu wissen wo man steht. Symbolisch den Alltagsschuh abstreifen, hinein in einen Versuch hinzuspüren, auf leisen Sohlen.
Sophia Wagner am 21. September 2011 in Filzhausschuhe



Farberfüllt von Mineralpigmenten wollte ich meine Eindrücke in Filz festhalten. So “laiserte” ich mit der Wolle zarte Farbverläufe in Anlehnung an die Wände im Kindergarten. Farbvielfalt prägt das Gebäude und so wollte ich mich bei meiner Arbeit nicht auf einen farblichen Aspekt festlegen Es findet sich an jedem Schuh eine andere Farbstimmung wieder. Schon an die Frau gebracht wärmen sie bei herbstlichem Regenwetter die Füße.
Die wiedergewonnenen Werkstattzeiten haben es ermöglicht vielfältig aufzuholen was in den Sommerferien liegen blieb. So ging am Wochenanfang mein neuer Header online und erfreut hoffentlich nicht nur mich selber.
Zu meiner großen Freude hat mir ein Freund den Bauplan für dringend benötigte Seifenformen aus der Hand genommen. Der Holzzuschnitt ist für mich permanent problematisch und bremst mich regelmäßig aus. Seit wir in Ismaning wohnen steht die Werkstatt meines Vaters nicht mehr zur Verfügung. Ich bekam alles zeitnah (wahrscheinlich steht mir mein ungeduldiges Naturell auf der Stirn) fein säuberlich zugeschnitten und ordentlich beschriftet zurück sodass der Zusammenbau mit Hilfe von Flügelschrauben für mich ein Kinderspiel war. Ich fühl mich sehr verwöhnt. Danke Micha, Du bist ein Goldschatz!
Schultüten wurden mit Filzspringseilen, bestickten T-Shrits, Wärmekissen und Filzseifen bestückt. Jetzt ist der erste Ansturm vorbei und ich bereite mich auf eine Woche Seifensieden vor.
Sophia Wagner am 19. September 2011 in Filzhausschuhe


Heute, endlich, habe ich mich an den Prototypen eines Flatcaps aus Filz gemacht. Ziemlich dicht musste ich die Gotlandwolle walken. Ich hatte es zu gut gemeint und die Schablonengröße etwas zu großzügig bemessen. Regen wird nun der dichte Filz sicher abhalten. Hoffentlich paßt der Hut auch denn er ist nicht für mich.
Sophia Wagner am 17. September 2011 in Filz



Allzu oft monieren Leute dass Ihre Arbeiten abgekupfert oder Ideen geklaut werden. Das ist sicher oft der Fall. Nicht immer weiß man den Hintergrund wie es zu so einer Beobachtung kommt. Bei skypen mit meiner lieben Freundin Anu stellen wir nicht selten fest dass uns die selben Gedanken beschäftigen, sogar auf gleiche Ideen stoßen, manchmal sogar umsetzen. Wer hat dann von wem geklaut? Das Phänomen dass Menschen gleiche Gedanken an unterschiedlichen Stellen auf der Welt haben ist ebenso wenig neu wie die Bienen gleichermaßen erkranken egal ob räumlich voneinander entfernt. Mein Judasbaum zeigt genau die gleichen Merkwürdigkeiten wie der Baum in Tantes Garten 160 km weiter weg. In Asien versteht man es als großes Lob wenn Arbeiten nachahmenswert sind und reproduziert werden. Damit möchte ich den rücksichtslosen Ideenraub nicht beschönigen. Nein, sicher nicht. Immer sollte das Gebot sein achtsam miteinander umzugehen!
Wem diese Arbeit hier bekannt vorkommt und wer so etwas bereits in einem Ausstellungskatalog gesehen hat der hat richtig gesehen; Ich wollte sehr gerne so ein Filzobjekt haben und machte mich über viele Kanäle auf die Suche nach der Frau die das Objekt meiner Freude gefilzt hat. Ganz ohne Erfolg. Selbst dem vermuteten Ehemann und dem Filznetzwerk habe ich geschrieben um ein solches Teil erwerben zu können. Alle Versuche blieben erfolglos. Irgendwann machte ich mich dann selber an die Arbeit. Die Bemühungen hinter der Filzumsetzung bleibt für den Betrachter unsichtbar. Gerne wird sich rasch eine Meinung gebildet, die ohne nähere Informationen durchaus folgerichtig scheint, ohne zu hinterfragen. Miteinander reden loht immer!
Auf dem Tisch stehend drehe und wende ich die Schüsselchen immer wieder neu und erfreue mich. Mein in Filz gearbeiteter Zengarten.
Sophia Wagner am 16. September 2011 in Filzobjekte




Ein Rosenölbad verwöhnt, tröstet und umhüllt. Wildrosenöl wird mit Sahne gut gemischt und dem Badewasser zugegeben. Und weil es so schön ist sich einen duftenden und pflegenden Waschlappen auf die Stirn zu legen habe ich feine Rosenläppchen genäht. Marie mag gerne ein Rosenfußbad wenn sie mit kalten Kinderfüßen nach Hause kommt.
Wärmekissen verschick ich immer wieder. Solche Stapel erinnern mich an die Prinzessin auf der Erbse und ich mag sie sehr.
Sophia Wagner am 14. September 2011 in Art zu leben

Beide Kinder hatten es heute nicht leicht den Anfang zu meistern. Marie haben die Ferien innerlich weit weg getragen und sie konnte sich gestern Abend nicht in ihrer Schule sehen. Wie gut dass alle Bedenken sich mit dem Blick in die Augen ihrer Freunde in Luft auflösten. Schwerer fiel es schon dem Buben. Das neue Kindergartengebäude ist noch so fremd. Noch immer werken die Handwerken, wenn auch nicht im Gruppenraum. Da mischt sich nun Altes mit Neuem, Bekanntes und Unbekanntes. Für alle eine große Hürde die erobert werden möchte. Wenig ist wie es noch vor den Ferien war. Der Visionär schaut nun in die Zukunft und das innere Bild trägt über so manchen Stolperstein. Nur nicht verzagen.
Der Tag fing nicht für alle gut an. Ein Kerzlein ist für diejenigen heute entzündet die Schweres schultern.
Sophia Wagner am 13. September 2011 in Allgemein



Im Kindergarten wird noch geräumt und gebaut, gesägt, geputzt und geschleppt, und dazwischen steht der geschmückte Jahreszeitentisch für morgen. Die Arbeiten werden sicher noch bis Mitternacht reichen damit morgen die Eltern, Kinder und ganz neue Familien ein schönes Willkommen haben werden.
Den Tisch in der Klasse meiner Tochter habe ich gestern gestaltet. Mit diesem Ritual enden für mich alle Ferien. Schöne, erlebnisreiche Wochen liegen hinter uns. Freudig blicken wir nun auf das kommende Kindergarten- und Schuljahr. Euch allen einen gesegneten Start!
Sophia Wagner am 11. September 2011 in Allgemein



Das ist eines der Gruppenbäder. Genau über dem Natursteinbecken ist ein Oberlicht. So kommt immer Tageslicht über den Waschtisch.





Winzige Toiletten sind im Bad der Kinderkrippe. Sind sie nicht einfach zucker?!

Das Foyer. Hier geht es zu den verschiedenen Gruppen und der Kinderkrippe.


Alle schuften auf Hochtouren. Die Gartenbauer, die Bodenleger, Handwerker und Erzieherinnen mit Kindergarteneltern machen Sonderschichten damit am Montag der Kindergartenbetrieb aufgenommen werden kann. Restlos fertig wird nicht alles, aber mir scheint es ein kleines Wunder zu sein was in den vergangenen 6 Wochen hier alles gestemmt wurde.
Morgen gibt es noch einen Ferienpost und dann versuchen wir hier wieder den “Alltagsfaden” aufzugreifen; Kindergarten- und Schulsachen werden gerichtet und gepackt und die Ferien werden aus den Kinderhaaren gewaschen. Ein schönes Wochenende wünsche ich!
Sophia Wagner am 10. September 2011 in Allgemein

Verbundenheit durch gemeinsame Ziele, Interessen und Aufgaben. Jeder bringt seine Kraft und Kompetenzen ein steht und wirkt so in der Gemeinschaft. Sich verschenkend und auch in der Verantwortung für sich selber und sein Wohlergehen! Die Vielfalt ist ein Geschenk und ich hab richtig Glück! Danke für diese Gemeinsamkeiten, die Freundschaft. Alle die sich angesprochen fühlen sind auch gemeint!
Sophia Wagner am 08. September 2011 in Allgemein

Was für eine tolle Farbe! Diese kugelige Distel mag ich schon immer. Heute regnet es hier. Nach all den warmen und schönen Tagen mag ich das Plätschern gerne. Es ist schon eine Weile her seit wir, mit guten Gewissen und in Ruhe, im Haus sein wollten. Da wird gebastelt, experimentiert und ich handarbeite ein wenig nebenher. Gemütlich! Euch einen guten Wochenstart in die letzte Ferienwoche.
Sophia Wagner am 05. September 2011 in Allgemein










Einmal mehr haben wir unseren Tag im Museum am Schliersee verbracht. Kaum angekommen werden die Schuhe ausgezogen und meine Kinder machen sich auf zum Heu. Zuerst brachten die Kinder mir ein frisches Hühnerei aus der Scheune, dann ging es zum Tümpel der Gänse Gustav und Agate auf die große Wiese. Still wie ein Elfchen stand meine Tochter im grünen Dindl auf der grünen Wiese. Sie kam zurück mit einem Schilfboot. Der Wassertrog ist immer spannend. Da schwimmt nun das Schiffchen und mit Stöcken wird es eine Weile hin- und her getrieben. Das Bübchen ballancierte derweilen auf dem Holzzaun. Ich achte lieber auf meine Handarbeit weil mir beim Anblick heiß und kalt wird. Gelegentliche kuckte der Papa vom Balkon seines Büros herunter um sich am Anblick seiner spielenden Kinder zu erfreuen. Diese Tage dort sind immer besonders; viel gute Luft, ein liebevoll gestalteter Ort wo das wertvolle Anliegen der Familie Wasmeier allgegenwärtig ist. Die Schlichtheit beflügelt meine Kinder jedesmal. Versunken im Spiel erleben sie den Tag -da hat Streiten keinen Reiz, warum auch immer. Wer also einen entspannten Tag mit seinen Kindern erleben will kann sich dort gut auf eine Bank setzen, auch im “Wofen” der Museumswirtschaft, und die Kinder sausen lassen. Ein innerer Dank geht an alle die dieses Erleben ermöglichen.
Sophia Wagner am 03. September 2011 in Allgemein

Sieht es in Eurer Handtasche auch so aus? Mein Mann ist sprachlos wenn er versucht ein Taschentuch zu finden (gibt es fast nie in meiner Tasche. Immer leer).
Sophia Wagner am 02. September 2011 in Allgemein